Liebe Freundinnen und Freunde des Appenzeller Kammerorchesters
Ein gelungenes Konzert ist der grösste Ansporn, das nächste Programm mit Neugier und Elan in Angriff zu nehmen. Wohin die Reise genau führt, ist noch nicht bestimmt: böhmische Barockmusik, Frühbarock? Oder etwas ganz anderes? Reservieren Sie sich auf jeden Fall die Konzerttermine. Besser noch: Spielen Sie mit! Der Moment, um einzusteigen, ist günstig. Auch unverbindliches Schnuppern ist jederzeit möglich. Mehr dazu in diesem Newsletter.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und einen klangvollen Sommer!
Anita Dörler, Präsidentin
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Noch hallt das letzte Konzert nach |
Mit jedem Programm neue Akzente setzen
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Ein Konzert ist mit dem letzten Ton nicht zu Ende. Noch hallt Schuberts Musik nach, die Martin Zeller auf dem selten zu hörenden Originalinstrument, dem Arpeggione, interpretierte – und sie begleitet uns auch bei der Planung der nächsten Programme.
Jedes neue Programm sucht den Dialog mit den vorausgegangenen: Es setzt bewusst neue Akzente und führt zugleich den musikalischen Weg des Orchesters weiter. Werke, Solistinnen und Solisten sowie die Dramaturgie müssen dafür zusammenfinden – ein spannender Prozess, in dem wir derzeit die Programme für unsere Dezemberkonzerte, für unser Konzert im Rahmen des Konzertzyklus Uzwil im Februar 2027 sowie für die musikalischen Projekte unseres 20-Jahr-Jubiläums im Jahr 2027 entwickeln.
Was bereit fest steht, sind die
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Konzertdaten |
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Freitag, 11. Dezember 2026, 19.30 Uhr, Kirche Wolfhalden
- Samstag, 12. Dezember 2026, 19.30 Uhr, Kirche Brülisau
- Sonntag, 13. Dezember 2026, 17.00 Uhr, Pfalzkeller St.Gallen
Am besten gleich in die Agenda eintragen.
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Mit Leidenschaft und Spielfreude |
Musikalische Entdeckungsreise «in eine bessre Welt...»
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Das Kammerorchester überzeugt mit intensivem Klang. |
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Mit Werken aus der der Romantik, die geprägt sind von der Sehnsucht nach einer besseren Welt, vermochte das Appenzeller Kammerorchester unter der Leitung von Peter Grob an Konzerten in Stein, Trogen und Appenzell zu überzeugen.
Zum Auftakt wurde das Publikum in den Bann gezogen vom nordischen, zeitweise wehmütigen Stil des Johan Svendsen. Dann folgte das Highlight des Programms mit Seltenheitswert: von Franz Schubert die einzige für Arpeggione (Guitarre d’amour) geschriebene Sonate. Faszinierend gespielt von Martin Zeller, dem in Zürich lebenden Spezialisten für Alte Musik, mit tänzerisch leichten, mit abwechselnd schwermütigen, aber auch sonoren Passagen. Das sehr konzentriert spielende Orchester unterstützte den Solisten wunderbar.
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Musizierfreude pur: Martin Zeller begeistert mit dem Arpeggione.
Als Abschluss erlebte man wiederum ein sehr spannendes Werk: die Serenade mit schwedischen Melodien von Max Bruch mit tänzerischen sowie liedartigen Gesängen, abwechselnd mit sehnsüchtigen, von Wehmut getragenen Motiven. Der intensive Klang des Orchesters, vom mit Verve engagierten Bassregister unterstützt, wies auf Einheit und harmonisches Miteinander der Spielerinnen und Spieler hin.
Ausführlicher Konzertbericht unter: www.kammerorchester-ar.ch
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Viel Applaus für Peter Grob und das Kammerorchester. Bilder: hs und hpg.
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Das eigene Instrument klingen lassen |
Einladung zum Mitspielen: Musik machen tut der Seele gut |
Haben Sie auch schon damit geliebäugelt, Ihr Streichinstrument nicht nur für ein paar Weihnachtslieber hervorzuholen, sondern mitzuspielen, Teil zu sein eines Ensembles, gemeinsames Musizieren zu erleben? Oder kennen Sie jemanden, der oder dem es so geht? Dann zögern Sie selber nicht länger. Oder leiten Sie diese Einladung weiter. Es ist genau der richtige Moment.
Klar. Es gibt einige Argumente, das Instrument doch lieber im Kasten zu lassen als in einem Orchester mitzuspielen. Am beliebtesten ist die fehlende Zeit. Aber ganz ehrlich: Mit gutem Willen und etwas Organisation bleibt immer genügend Freiraum für die Musik. Und zudem gibt es viele gute Gründe, im Appenzeller Kammerorchester mitzuspielen. Die Freude an der Musik, die gemeinsame Entdeckungsreise beim Erarbeiten neuer Werke, das freundschaftliche Miteinander, die Genugtuung und der Stolz über ein gelungenes Konzert, über den Applaus, die Freude des Publikums. Und und und! Das alles tut der Seele gut und bereichert ungemein.
Warum nicht einfach ausprobieren bei unserem nächsten Projekt? Fassen Sie sich ein Herz. Wir freuen uns auf neue Mitspielerinnen und Mitspieler. Sei es mit Geige, Bratsche, Cello oder Bass. Besonders das Bratschenregister freut sich über Verstärkung.
Wir proben abwechselnd jeden Donnerstag abend (ausser in den Schulferien) in Herisau oder Trogen. Vorbeischauen kostet nichts und unverbindliches Schnuppern ist jederzeit möglich. Mehr dazu unter: Spielen Sie mit!
Auch Peter Grob, unser Dirigent, gibt gerne Auskunft: peter@grob.org.
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Luftsprung. Musik tut der Seele gut. Illustration: Werner Meier.
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Vreni Tarantino: Abschied nach 54 Jahren |
Es war eine tolle Zeit |
Nicht weniger als 54 Jahre lang hat Vreni Tarantino mitgespielt, erst im Kammerorchester Herisau, dann im fusionierten Appenzeller Kammerorchester. Stets zuverlässig, diszipliniert in den Proben, engagiert und hilfsbereit - zusammen auch mit ihrem Mann, der ungezählte Male nach einem Konzert mit dem Körbchen für die Kollekte am Ausgang stand.
Sie erinnere sich an viele schöne Proben und Aufführungen, schreibt sie zum Abschied. Viele rasante Tempi oder sonstige Hürden hätten wir zum Schluss doch noch gemeistert, dabei «Sägemehl» produziert und Schweisstropfen abgewischt. Nun hat sie sich entschieden kürzer zu treten, um mehr Zeit zu haben für Familie und Garten. Wir werden sie vermissen und sagen ganz herzlich Danke!
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Zurr Erinnerung und als Dankeschön übergibt Werner Meier ein ganz persönlich für Vreni Tarantino gestaltetes Werk. bild: ea.
Ebenfalls verabschieden mussten wir seit Anfang Jahr Ruth Pfander nach etwa zehn und Monika Risse (beides Bratschistinnen) nach rund 15 Jahren. Wir vermissen sie beide und auch ihnen danken wir ganz herzlich für ihr Engagement.
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Daniela Reicherter: «Im Takt des Lebens... |
... wenn Musik Menschen verbindet» |
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Daniela Reicherter: «wenn Musik verbindet...» Grosses Bild: Monica Dörig.
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«Im Takt sein», «aus dem Takt geraten», «taktvoll handeln» – Begriffe aus der Musik begleiten unseren Alltag oft unbewusst. Sie beschreiben nicht nur Rhythmus und Präzision, sondern auch das menschliche Miteinander. Genau dieses Zusammenspiel stand im Mittelpunkt des Probewochenendes des Appenzeller Kammerorchesters im Kloster Irsee in Süddeutschland.
Anfang Mai trafen sich die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Dirigent Peter Grob zu intensiven Proben, musikalischem Feinschliff und inspirierenden Begegnungen. Doch es ging um weit mehr als nur um Takt und Noten. Im Orchesterklang entstand ein gemeinsamer Puls – ein feines Gespür füreinander, getragen von Aufmerksamkeit, Respekt und Begeisterung für die Musik.
Auch ich darf Teil dieses harmonischen Klangkörpers sein. Für mich ist Musik seit vielen Jahren mehr als ein Hobby – sie ist auch Kraftquelle im Alltag. Mit Freude spiele ich Blockflöte, Klavier und Violine und verstehe Musik als Sprache der Seele. «Musik bringt die eigene Melodie zum Klingen.» Besonders im Orchesterspiel erlebe ich, wie unterschiedlichste Menschen mit ihren individuellen Stimmen zu einem grossen Ganzen zusammenfinden.
Dabei zeigt sich auch: Wer intensiv musiziert, spürt nicht nur die emotionalen, sondern manchmal auch die körperlichen Herausforderungen. Lange Probestunden, konzentrierte Haltung und repetitive Bewegungen können dazu führen, dass man buchstäblich «aus dem Takt gerät». So wurden während des Wochenendes physiotherapeutische Inputs und gezielte Behandlungen zu einer wertvollen Unterstützung für einige Orchestermitglieder. Als Physiotherapeutin ist mir bewusst, wie wichtig das Zusammenspiel von Körperhaltung, Atmung und Bewegung ist. Körperarbeit und Musik finden dabei auf besondere Weise zusammen – im gleichen Rhythmus, im gleichen Takt – Berufung und Passion.
Das Wochenende in Irsee wurde damit nicht nur zu einem musikalischen Erlebnis, sondern auch zu einer persönlichen Bereicherung. Musik schafft etwas, das keine Übersetzung braucht: Sie verbindet Menschen, trägt Emotionen und lässt individuelle Lebensmelodien zu einem gemeinsamen Klang verschmelzen.
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Anita Dörler, Präsidentin, Wildeggstrasse 40, 9000 St.Gallen, 071 222 82 66 praesidentin@kammerorchester-ar.ch |
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